Grundstufe
Im Einführungsseminar lernen wir die Grundzüge des phänomenologischen Zugangs zur Prozessarbeit kennen. Wir besprechen die Parallelen von westlichen und östlichen Erkenntnistheorien und vertiefen uns in die ayurvedische Psychologie und ihr tief phänomenologisches Empfinden für den Menschen.
Wir befassen uns mit dem menschlichen Energiefeld in seiner Ausfaltung in drei Körper und fünf Hüllen (die den Kern verhüllen). Die Funktionen der verschiedenen Schichten werden eingehend besprochen, und ihr Ort und ihre Bedeutung in der Therapie werden klar erkennbar. Ein vertieftes Verständnis für die Wirkungsweise unseres Energiefeldes ermöglicht uns vermehrte Orientierung und Einordnung unserer Wahrnehmungen. Anhand praktischer Übungen beschäftigen wir uns mit Fragen der Übertragung und Gegenübertragung, unter besonderer Berücksichtigung der energetischen Aspekte. Wir lernen die Eindrücke, welche uns im therapeutischen Setting aus den drei Feldern (dem eigenen, dem des Gegenübers und dem gemeinsam gebildeten Feld) entgegen treten, besser zu verstehen.
Ausgehend von der phänomenologisch orientierten Wahrnehmung und dem im ersten Seminar vorgestellten ganzheitlichen Menschenbild werden die wichtigsten Bausteine der Kommunikation gelehrt. Die Fähigkeit der TherapeutIn, gut in ihrem Körper verankert und gleichzeitig wirklich für ihr Gegenüber „da“ zu sein, unterstützt die Klientin, ihre eigene Gegenwärtigkeit erfahren zu können. Mit der Bereitschaft, der Klientin mit herzbezogenem, authentischem Kontakt zu begegnen, kann sich der suchende und auch leidende Mensch auf einer tieferen Ebene gehört fühlen. Die von Carl Rogers postulierte Akzeptanz, Empathie und Kongruenz und die aus der buddhistischen Praxis entstammenden Begriffe der Achtsamkeit und des Mitgefühls nähren die Begegnung.